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    Rückgratbruch

    1Kommentare

    In jedem Sommer gibt es Erkrankungen, die sich auf merkwürdige Weise häufen. Letztes Jahr z.B. waren es Abszesse – in diesem Jahr sind es die Rückgratbrüche.

    Von heute auf morgen erscheint plötzlich ein Koi gekrümmt, er liegt auf dem Boden, meist auch auf der Seite und hat extreme Probleme, an die Oberfläche zum Fressen zu kommen. Die Schwimmbewegungen sehen abgehackt aus und man hat den Eindruck, dass nur die vordere Körperhälfte sich aktiv bewegen kann. In der Inspektionswanne mit Betäubungsmittel erkennt man, dass ein Teil des Koi sich in der Tat nicht mehr aktiv bewegen lässt. Je nach dem, wie lange die Erkrankung besteht, kann man feststellen, dass sich ein Teil der Rückenmuskulatur zurückgebildet hat oder dass sich die Schleimhaut im Bereich hinter dem Bruch durch Schleimauflagerungen verändert. Besonders übel dran sind die Koi, bei denen sich nach einiger Zeit die Schwanzflosse entzündet und mangels Durchblutung auflöst.

     

    Ähnlich wie bei uns Menschen hängt die Überlebenssaussicht des betroffenen Koi entscheidend davon ab, wie weit kopfwärts der Bruch liegt. Brüche vor der Rückenflosse sind am ungünstigsten, meist hören die Koi auf zu fressen und heilen nicht mehr. Anders sieht es aus bei weiter schwanzwärts liegenden Verletzungen, sie haben eine erstaunlich gute Prognose.

     

     

    Ein schönes Beispiel für eine gute Heilung gibt der Karashigoi in der Wanne. Dieser wilde Koi ist vermutlich über Nacht gegen die Kante des Beckens gesprungen, jedenfalls lag er am Morgen fast unbeweglich und verkrümmt am Boden. Sein Besitzer hat daraufhin um Rat gefragt und ich hatte ihm erklärt, dass die Heilung in flachen Becken mit geringer Wassertiefe schneller vorangeht, da der Druck des Wassers über dem Koi die Gewebereparatur beeinflusst. Je weniger Druck, umso schneller heilt es. Sehr viel mehr konnte ich jedoch für diesen Fisch auch nicht tun, etwas Vitamine und Traumeel, mehr erscheint kaum sinnvoll. Dafür hatte der Koibesitzer sehr viel zu tun: Um flaches Wasser zu erzeugen wurde das Schwimmbecken mit großen Bohrern aufgebohrt und die Kanten der Bohrung sorgfältig abgegratet. Mit dieser Idee konnte er dem Kranken gute Wasserqualität und die gewohnte Gesellschaft der anderen Koi bieten. Zudem ersparte er sich selbst die ständig erforderlichen Teilwasserwechsel. Nun begann eine wochenlange Geduldübung. Ich hatte dem Besitzer erklärt, dass der Koi überleben würde, wenn er anfangen würde, wieder zu fressen. Woche auf Woche sprachen wir uns am Telefon, bis ich nach 8 Wochen vorschlug, das Tier einzuschläfern, falls es in den kommenden Tagen nicht anfangen könnte zu fressen. Das hörte sein Besitzer nicht gern, aber wir waren beide sicher, dass es keinen Sinn mehr hatte. Dann hörte ich nichts mehr, bis nach weiteren 3 Wochen die Nachricht kam, dass der Koi frisst und sich besser bewegen kann und ob er nun wieder in den Teich zurückkehren könnte…. Der Besitzer hatte also noch mehr Geduld und Hoffnung als ich gehabt.

     

    Häufig führen derartige Verletzungen zur Verkrümmung oder zu einem abgeknickten Körper. Für viele Besitzer ist dies jedoch nicht schlimm, so lange es dem Koi gut geht und er beim Fressen klar kommt. Rückgratbrüche können im Übrigen auch durch Stromeinwirkung entstehen, meist sind dann jedoch mehrere Koi betroffen. 

     

    Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, so bieten wir Ihnen die Möglichkeit diese hier mittels der Kommentarfunktion zu stellen. 

    1 Kommentare zu dieser News

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    • Rückgratbruch

      Hallo Fr. Lechleiter

      Ich hatte ein Goromo der wurde vor drei Jahren beim Leichen arg traktiert, und ich konnte zusehen wie mehrer Männchen auf Sie losgingen, dass Sie dadurch solche Verletzungen davontragen könnte habe ich bis dahin nie gedacht!
      Seit diesem Tag hatte Sie einen Knick etwa in der Mitte der Rückenflosse von ca. 10°
      Wenn sie ruhig schwamm schien Sie keine Problehme zu habe und gefressen hat Sie auch normal, wenn Sie aber bedrängt wurde, oder ich Sie Keschern wollte und Sie hektisch wurde, knickte Sie ein bis ca. 45° und schoss unkontrolliert durchs Wasser! Es sah irgendwie aus wie wenn Sie von hinten zufiel Schub hatte!
      Also schien bei meinem Fisch auch der hintere Teil voll zu funktionieren!
      Ich dachte dass das irgendwann zusammenwächst, wenn auch krumm, schien aber nicht der Fall zu sein, vermutlich durch diese dauernden Belastungen!
      Hätten Sie eine Möglichkeit gesehen das irgendwie zu stabilisieren?
      Laut meinem Fishdoc gab es leider keine!
      Nach drei Jahren vergeblichen Wartens auf Besserung, habe ich mich dieses Frühjahr entschlossen dem ganzen ein Ende zu machen und habe Sie schweren Herzens eingeschlafen!

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