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  • Bild 1 von 1  - Blutungen in die Haut und Schuppen. Vergiftung oder Sauerstoffmangel?
  • Bild 1 von 1  - Diese Kiemenschwellung behindert die Atmung beträchtlich. Auch bei besten Sauerstoffwerten im Wasser können Koi an Sauerstoffmangel leiden.
  • Bild 1 von 1  - Eine wirklich gut funktionierende Teichabdeckung, die fast ein Jahrzehnt dabei geholfen hat, die Koi bei 18-20 °C zu überwintern. Die Kombination aus Kunststoff-/Alutunnel und schwimmenden Styrodurplatten ermöglicht auch in unregelmäßig geformten Teichen einen guten Schutz vor Auskühlung und tadellosen Gasaustausch. An der Tür kann gefüttert werden und man hat die Koi dabei ausreichend gut im Blick um Störungen schnell zu bemerken.
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    ACHTUNG: Wasserwerte kontrollieren.

    1Kommentare

    Manchmal trifft es auch die Teiche bei denen niemand mit gerechnet hätte. Lesen Sie hier warum.

    Alarm: Wasserqualität prüfen!

     

    So mancher Koifreund wird sich in diesen Tagen fragen, welche (Koi-)Probleme derzeit im Vordergrund meiner Tätigkeit stehen. Sicher denken viele an das EMS, worüber hier auch schon berichtet wurde. Und eigentlich ist das auch so, aber mit einem besonderen Unterschied zu den vergangenen Jahren: Es trifft in diesem März Teiche, mit denen ich nie gerechnet hätte.

     

    Was denken Sie, wenn Ihre Koi schlagartig den Appetit verlieren, einzelne plötzlich schräg auf dem Boden liegen oder schnell sterben und man außer einigen Hautrötungen und vermehrter Schleimbildung nichts weiter sieht? Und dies bei einer Überwinterungstemperatur von 15° bis 20°C? Die erste Vermutung geht in Richtung Vergiftung: Da muss etwas Giftiges ins Wasser geraten sein (unverträgliche Nachbarn haben viele Menschen…)

    Vorwiegend betroffen sind Teiche, die außer einer Heizung auch eine jahrelang problemlos laufende Filteranlage haben und ihre Koi bei relativ hohen Temperaturen überwintern. Einige sind auch dabei, die zu Beginn des Winters ohne Heizung noch 12-14 °C gut halten konnten und die Koi bis zu dem  extremen Kälteeinbruch im Februar regelmäßig füttern konnten. Da wundert man sich schon, wie es unter solchen (meist jahrelang erprobten) Bedingungen zu Todesfällen kommen kann.

     

    Die Lösung ist wie so oft ebenso einfach und erschreckend: In den meisten der Teiche war die Wasserqualität extrem schlecht, es dominierten hohe Ammonium- und Nitritwerte, gefolgt von massiven Kiemenschwellungen und –entzündungen bei den Koi. Daneben fanden sich einige pH-Stürze in extrem dicht besetzten Teichen. Also alles, was die Wassermessung ermitteln kann, wenn man sie auch macht. Nach einer Wasseruntersuchung sind die Ursachen klar: Etwas zu viel Futter und der Filter kann ins Stottern kommen. Etwas zu wenig Teilwasserwechsel und der pH-Wert kann in stark besetzten Teichen rasant absinken Sinkende pH-Werte oder auch schleichende Verschlechterung der Wasserqualität führt zu Atemproblemen und Futterverweigerung, diese wird im abgedeckten Teich nicht immer sofort bemerkt. Hinzu kommt, dass das häufig im Winter verwendete Sinkfutter neben vielen Vorteilen den Nachteil hat, dass man unter der Abdeckung nicht gut beobachten kann, ob alle Koi fressen oder ob das Futter liegen bleibt. Liegen gebliebenes Futter bedeutet Wasserbelastung und damit Kiemenbelastung. Hier beginnt der Teufelskreis aus Futtermenge-Wasserqualität und Kiemengesundheit sich zu drehen. Und ich verstehe nun, warum manche Menschen empfehlen, Koi im Winter erst gar nicht zu füttern.

     

     

     

    Dennoch: Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß und die Botschaft lautet: Wenn gefüttert wird, muss neben den Pflichten Teilwasserwechsel und Filterpflege auch das Wasser regelmäßig untersucht werden. Hören die Koi auf zu fressen, muss man sofort reagieren und mit Teilwasserwechseln die Wasserqualiät wieder verbessern. Eine Untersuchung der Kiemen kann danach helfen, entstandene Schäden mit Salz und/oder Desinfektionsmitteln zu heilen.

     

    Man sollte sich beim Auftreten von EMS-artigen Symptomen (Drehbewegungen beim Schwimmen, schräges Am-Boden-Liegen) stets auch um die Wasserqualität kümmern: Denn schlechte Wasserwerte führen zur Beeinträchtigung der Atmung und damit zu einer drastischen Erhöhung des Energieverbrauches und können auf diese Weise auch bei gut gefütterten Koi in relativ „warmen“ Teichen diese Symptome auslösen.

     

    Die Blutungen auf dem Bild sind nicht etwa Folge einer Gifteinwirkung (was sie jedoch auch sein könnten!), sondern Blutungen, die durch Ersticken entstehen. Akuter Sauerstoffmangel kann dies auslösen, z.B. durch Säuresturz und Kiemenverätzung. Wie immer sind die Symptome eben nicht eindeutig. Daher liefert die Wasseruntersuchung wichtige Informationen, um Symptome besser zu verstehen und einzuordnen. Und mein Tipp zuletzt: Untersuchen Sie das Wasser am besten selbst vor Ort. Nicht mit Teststreifen, sondern mit handelsüblichen Tropftests oder Photometer und mit Reagenzien, die noch vor ihrem Verfallsdatum liegen. Der (unsachgemäße) Transport zum Händler kann die Werte verändern und eine falsche Sicherheit in sich bergen, ebenso können gerade die NH4-(Ammonium-) Tests nach Ablauf der Haltbarkeit falsch negative Werte liefern.

     

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Koi ein gesundes Erwachen und Frühjahr!

     

    Sandra Lechleiter

     

    1 Kommentare zu dieser News

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    • wasserwerte im teich

      hallo zusammen ,ein dickes lob an frau dr.lechleiter meines erachtens eine der kompetentesten und fachlich am meisten versierten fachärztin für kois bzw. fische überhaupt.sie war schon des öfteren bei mir und ich bekam immer ein lob für meine gepflegte anlage und dass glänzende gesunde wasser,ein teich braucht einen leistungsfähigen filter,wasserwechsel ,tonerde und sonst nix.die ganzen wundermittelchen und präparate sind in meinen augen völlig überflüssig und bewirken rein gar nichts eher etwas negatives weil schlechtes wasser wird durch so zeug auch nicht besser.

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