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  • Bild 1 von 1  - Lecker? Futter aus verschiedenen Tüten und verschiedenen Jahrgängen, gemischt mit Shrimps, Garnelen und Seidenraupen. Geruch: Von muffig bis verdorbener Fisch.
  • Bild 1 von 1  - Die Hautveränderungen aus der Nähe. Keine Bakterien oder Parasiten an den Hautrötungen erkennbar.
  • Bild 1 von 1  - Hier der Grund des Anrufes: Ein schon recht betagter und in der Innhälterung lebender großer Platinum Ogon namens "weißer Hai".
  • Bild 1 von 1  - Lecker? Futter aus verschiedenen Tüten und verschiedenen Jahrgängen, gemischt mit Shrimps, Garnelen und Seidenraupen. Geruch: Von muffig bis verdorbener Fisch.
  • Bild 1 von 1  - Die Hautveränderungen aus der Nähe. Keine Bakterien oder Parasiten an den Hautrötungen erkennbar.
  • Bild 1 von 1  - Hier der Grund des Anrufes: Ein schon recht betagter und in der Innhälterung lebender großer Platinum Ogon namens "weißer Hai".
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    The great white Shark

    1Kommentare

    10 Jahre lang führte ein großer weißer Platinum Ogon ein zufriedenes Dasein. Doch dann kam der Anruf...

    Diesen Patienten kenne ich schon seit über zehn Jahren. Der Koi lebt in einem gepflegten Innenbecken und hat nach den üblichen anfänglichen Katastrophen beim Einlaufen des Filters seither ein ruhiges und gemütliches Leben gehabt. Wasser- und Filterpflege laufen regelmäßig und routiniert ab, es kommen keine neuen Koi hinzu, die Wassertemperatur schwankt dank Klimaanlage im Raum nur dann, wenn man vergisst, den Permanentzulauf nach dem Teilwasserwechsel wieder zu drosseln und abgesehen von kurzen technischen Problemen mit einer Anlage, die in die Jahre kommt, war bei meinen Routinebesuchen eigentlich alles immer gut. Bis zu dem Tag, an dem der Anruf kam: Der „weiße Hai“ hat schlagartig rote Flecken bekommen und sondert sich ab.

     

    Als ich ankomme sehen alle Fische munter und froh aus, bis auf „weißer Hai“. Nachdem ich die wichtigsten Wasserwerte gemessen habe – alles ist in Ordnung - warte ich auf den Tierpfleger, um den kranken Koi zu fangen und genauer zu untersuchen. Dabei fällt mir am Beckenrand ein Krillkrebschen ins Auge und ich beginne zu grübeln….Eigentlich hatten wir ja vor Jahren vereinbart, dass die Koi in diesem Becken Weizenkeimfutter mit abwechselnden Vitamin- und Mineralstoffzuätzen bekommen, aber kein kalorienreiches Sommerfutter und Seidenraupen bestenfalls eine pro Koi zu Ostern und Weihnachten.

     

     

    Und so ist auch meine erste Frage: Was bekommen die Koi denn für ein Futter? Das Futter ist auf dem Bild abgebildet, leider kann man den Geruch nur mit Worten beschreiben: Der erste Riecheindruck ist „muffig“, aber schon bald beginnt es nach vergammeltem Fisch zu riechen. Die verschiedenen Sorten sind vermutlich auch schon länger als ein Jahr hier im Umlauf und man hat es auch gut gemeint und Seidenraupen und Krill sowie ein paar Bachflohkrebse untergemischt. Diese Futtermischung kann ja nicht (mehr) gesund sein. Für alle zahmen Koi, die an die Hand kommen und betteln ist dieses Futter mit Sicherheit gesundheitsschädlich – der weiße Hai hat sich nicht nur die Eingeweide verdorben, sondern vermutlich auch die Haut. Natürlich wird auch ein Haut- und Kiemenabstrich untersucht und der Koi gründlich durchgecheckt. Wie zu erwarten war, sind keinerlei Hinweise auf Infektionskrankheiten zu erkennen, nur die Gelbfärbung  der übrigen Haut legt den Verdacht nahe, dass die Leber derzeit schlecht arbeitet,

     

    Daher rate ich dazu, alle Koi für 3 Tage hungern zu lassen (wer weiß, wie deren Lebern nach der verdorbenen Kost aussehen!).  Die Futtermischung wird im Container entsorgt und ein frisches Weizenkeimfutter nebst einer Vitaminspritze soll dafür sorgen, dass der weiße Hai wieder weiß wird und die unschönen Rötungen zurückgehen.

     

    Hautrötungen sind gar nicht so selten, aber meist nur bei einzelnen Koi sichtbar eine Folge von Ernährungsproblemen. Und interessanterweise spielen dabei fast immer Krill, Garnele, Seidenraupe und Rote Mückenlarve eine Rolle. Fast so, als könnten Fische auch allergisch reagieren – es ist jedoch auch möglich, dass die Hautreaktion durch verdorbene Fette oder Eiweiße entsteht. So ganz genau wissen wir es noch nicht. Aber ich verspreche in ein paar Wochen den Hai noch einmal hier im blog zu zeigen, denn sonst glaubt mir wieder mal keiner, dass dieser Koi einer der Patienten war, der keine Antibiotikaspritze gebraucht hat, um gesund zu werden…

     

    1 Kommentare zu dieser News

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    • Koifutter

      Hallo,

      Mich würde es interessieren was ein gutes Koifutter für jede der 4 Jahreszeiten haben sollte? Zum einen welche Inhaltsstoffe und Prozentangaben an Fett, Protiene usw. und zum anderen wovon meine Biologie im Teich profitiert. Ich finde es wirklich schrecklich, weil überall was anderes steht.
      Kann man gewisse Ergänzungen zum Futter dazu füttern wie zum Beispiel: Salat oder Mais? Wenn ja, wie sollten diese zubereitet werden? Freue mich auf eine Antwort :)

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