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  • Bild 1 von 1  - So beginnt es: Leichte orangefarbene Aufhellung des Hi, manchmal auch mit vermehrter Schleimbildung verbunden.
  • Bild 1 von 1  - Das rechte Auge steht etwas weiter heraus (scheinbar), die rote Haut ist dick und etwas zerklüftet.
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    Hikui - wenn die rote Farbe krank wird.

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    Am Anfang denkt man an eine Verschleimung der Haut, dann an Parasiten oder Bakterien: Das Rot verändert sich und wird heller, verschwindet jedoch nicht, sondern bekommt ein warziges, orangegelbes Aussehen.

    Oft bekomme ich Bilder von Kohaku, Sanke, Hi Utsuri oder auch Ai-goromo, in deren roter Haut sich orangefarbene oder hellrote Stellen bilden, manchmal entzündet und rot, manchmal auch nur höckrig und über die Oberfläche der Haut erhaben, jedenfalls unschön und lästig. Bei älteren Veränderungen heben sich auch gelegentlich Schuppen ab und eine rötlich-gelbliche Tumormasse liegt darunter in der Tiefe der Haut. Auch die Hornhaut am Auge kann verändert sein. Dies bei allen Koi, die rote Haut am und um das Auge besitzen.

    „Ist das ansteckend?“ wird meist gefragt, oder „bekommen das jetzt alle Koi?“

     

    In Japan nennt man die Erkrankung der roten Haut „hikui“. Und fest steht, dass es sich um gutartige Wucherungen oder Tumore der roten Hautzellen handelt, die aber unbehandelt durchaus auch in der Tiefe liegen können. Bislang konnte keine infektiöse Ursache ermittelt werden, ganz im Gegensatz zu den virusbedingten Koipocken. Dennoch scheint es Teiche zu geben, in denen bei vielen oder allen Koi mit roter Haut solche Veränderungen im Laufe der Jahre entstehen, fast als wäre es eben doch ansteckend. Auch ist auffällig, dass Hikui häufiger bei Koi bestimmter Blutlinien auftritt, weshalb es in Koiteichen, in denen überwiegend Koi eines Züchters leben, verständlicherweise gehäuft vorkommen kann.

     

     

    Und doch ist immer wieder im Zusammenhang mit Hikui zu beobachten, dass die Erkrankung in Koiteichen mit wenig Wasserwechsel, hohem Fischbesatz, starker Fütterung (Seidenraupen!) und hohen Nitrat- und Phosphatwerten besonders gehäuft auftritt. Auch extrem klares Wasser mit hohen Ozonwerten oder Säuredosieranlagen scheinen mir diese Erkrankung zu fördern. Oder ist es eben doch einfach genetisch bedingt, wie die Wissenschaft sagt?

     

    Sicher ist jedenfalls, dass es sich nicht um eine Infektionskrankheit sondern um eine gutartige Tumorerkrankung handelt, die dem Koi überhaupt nicht schadet, sondern lediglich die Haut entstellt, ähnlich wie Leberflecken bei uns Menschen. Das ist für viele Koifreunde schon eine gute Nachricht. Und sicher ist ebenso, dass gutes Wasser und sparsame, also angemessene, Fütterung von vitaminreichem, frischen Koifutter die Qualität der Haut erhält. Koi, die ständig wachsen sollen und z.B. mit vielen Seidenraupen gefüttert werden, bleiben auf die Dauer nicht schön. Wenn man dann im Teich auch Schattenzonen anlegt und die aggressive Sommersonne stellenweise abmildert, kann man durchaus hoffen, etwas Sinnvolles für die Schönheit seiner Koi getan zu haben.

    Man kann die Veränderungen im Anfangsstadium noch erfolgreich chirurgisch entfernen. Meist kehren sie an anderer Stelle wieder, denn durch die Entfernung der "Warze" ist die Neigung der roten Haut, sich tumorartig zu verändern, natürlich nicht geheit. Bei sehr wertvollen Showtieren ist dies sicher eine Möglichkeit, die "Hautalterung" etwas hinauszuzögern, man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass dies lediglich Kosmetik ist und keine Medizin.

    Und übrigens: Ganz im Gegensatz zu den vielen Vorurteilen, die immer wieder in der Koicommunity unterwegs sind, kann ich aus eigener Anschauung sagen, dass Hikui keineswegs nur eine Krankheit der Koi von Züchtern aus dem Süden ist, sondern ebenso bei Koi aus Niigata auftritt.


    Ihre

    Sandra Lechleiter 

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