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  • Bild 1 von 1  - Hohe Wassertemperaturen und viel Futter bringen die Filterbakterien zum Dauerlauf: Durch Kohlenstoffverbrauch sinkt die Karbonathärte und der wichtigste pH-Puffer verschwindet. Das Wasser wird schnell immer saurer.
  • Bild 1 von 1  - "Totes Wasser" und stressbedingte Schleimproduktion nach einem (moderaten) Säuresturz.
  • Bild 1 von 1  - Ein stark verletzter Koi, vermutlich infolge des gesunkenen pH-Wertes ist panisch gegen ein Auslassrohr gesprungen. Der abstehende Knochen muss amputiert werden.
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    Säuresturz!

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    Immer wieder ein Thema in der Innenhälterung: Plötzlicher Absturz des pH-Wertes und die Ursachen.

    Seit über sechs Jahren war es ein schöner, Ruhe und Entspannung bietender Innenteich. Nun hat sich ein Koi beim Springen verletzt und eine Stelle des Kopfknochens steht ab. Das war eigentlich der Grund des Besuches. Hier hat es nie Probleme mit Parasiten oder bakteriellen Erkrankungen gegeben. Für die 12 000 l ist ein großzügig dimensionierter Vortex mit SiFi und eine große Kammer mit Japanmatten gewählt worden. Der Fischbesatz ist mit ursprünglich acht Koi, die als Nisai eingesetzt wurden, maßvoll. Sie sind bei gut 20°C schön gewachsen.

    Als ich an den Teich trete, sehe ich schaumige Flocken auf dem Wasser treiben, fast als hätte da jemand hineingespukt. Das Wasser hat eine tote glanzlose Farbe. Die Koi wirken auf mich sehr nervös. Zudem fehlt einer der Koi. Er lag am Morgen meines Besuches tot im Teich. Ein schöner über 80 cm großer Kujaku. Hier scheint es nicht nur ein Problem mit einem verletzten Koi zu geben.

    Die Wasseruntersuchung enthüllt schnell, was passiert ist: Der pH-Wert liegt bei 5,8; Karbonathärte ist nicht nachweisbar, Ammonium und Nirit (noch) nicht erhöht. Sauerstoff 87% bei 24,6 °C. Der Leitwert liegt bei 1023 µSiemens, für das eher weiche Wasser dieser Region also zu hoch, denn dieser Teich wird nicht aufgesalzen. Also ist der pH-Wert zu schnell zu tief nach unten gerutscht, weil die Karbonathärte aufgebraucht war. Das passiert, wenn man nicht ausreichend Wasser wechselt und die Filterbiologie sehr stark arbeitet.

    Es lag an der Ferienzeit: Der zuständige Mitarbeiter für den Teich war weg, die Aushilfen hatten großzügig gefüttert und die üblichen 10% Wasserwechsel pro Woche wurden über viele Wochen hinweg "vergessen". In einem kleineren Teich mit höherem Fischbesatz hätte dies schnell mehr als einem Koi das Leben gekostet.

    Ein wichtiges Alarmsymptom ist es, wenn ansonsten ruhige Koi plötzlich anfangen panisch zu springen und nervös im Wasser hin und her rasen. Neben anderen Ursachen - wie Parasitenbefall - ist immer wieder schlechte Wasserqualität dafür verantwortlich. Hohe Nitrit- oder Ammoniakwerte und auch Sauerstoffmangel machen Koi nervös und verursachen Scheuern oder Springen. Jedoch auch das Absinken des pH-Wertes im Teich kann für diese Symptome verantwortlich sein. Es lohnt sich, nach diesen Parametern immer dann zu sehen, wenn sich das Verhalten der Koi schlagartig ändert.

    Immer wieder begegnen mir Menschen, die daran fest glauben, dass ein Koiteich mit einem guten Filter keine Teilwasserwechsel mehr benötigt. Das wird sogar so manchem Mitmenschen als Verkaufsargument für bestimmte Filtertypen erklärt. Man muss nur verdunstetes Wasser nachfüllen - von wegen! In der Realität sollte man sich nie auf so schlecht kalkulierbare Reaktionen wie den Nitratabbau verlassen, und eine Verdünnung aller gelösten Stoffe ist auch für die Erhaltung der Hautqualität eine zwingende Pflegemaßnahme: In Teichen mit großzügigem Wasseraustausch findet man die schönsten Koi. Und die bleiben es meist auch. Farbverluste oder Hikui sind dort deutlich seltener anzutreffen. Daher ist mein Vorschlag: Zehn Prozent echten Wasserwechsel pro Woche durchführen, mehr ist natürlich erlaubt, besonders bei hohem Fischbesatz! Das ist die Lebensversicherung für Koi. Und in der Urlaubszeit kann es eine große Hilfe sein, die Fütterung für 14 Tage einzustellen. Das ist für die Koi und den Teich immer besser, als zu viel Futter bei mangelhafter Wasser- und Filterpflege.

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