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  • Bild 1 von 1  - Im neuen großen 90 000 l Teich wirken die alten Koi schon fast verloren. Deutlich zu sehen ist, dass sie sich nicht richtig wohl fühlen.
  • Bild 1 von 1  - Alle alten Koi wirken mehr oder weniger krank: Sie klemmen die Flossen an, haben sehr gerötete Haut und atmen schwer. Der am schlimmsten erkrankte Koi steht mit dem Kopf nach unten teilnahmslos im Wasser
  • Bild 1 von 1  - Bei der Untersuchung eines der kranken Koi fällt eine flächige Rötung im Bereich der Brust- und Bauchflossen auf. Die Kiemen sehen rot und sehr schleimig aus.
  • Bild 1 von 1  - Im neuen großen 90 000 l Teich wirken die alten Koi schon fast verloren. Deutlich zu sehen ist, dass sie sich nicht richtig wohl fühlen.
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  • Bild 1 von 1  - Bei der Untersuchung eines der kranken Koi fällt eine flächige Rötung im Bereich der Brust- und Bauchflossen auf. Die Kiemen sehen rot und sehr schleimig aus.
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    Wenn der alte Teich zu klein geworden ist....

    2Kommentare

    Wenn der alte Teich zu klein geworden ist, dann baut man einen neuen für seine groß gewordenen Koi. Und weil natürlich der Sprung von 9 000 Liter zu 90 000 Liter sehr groß ist und der neue Teich sehr leer erscheint, muss man Koi kaufen gehen.

    Ein stolzer Besitzer eines neuen Koiteiches ruft mich sehr besorgt an, weil sein gesamter Altbestand im neuen Teich innerhalb weniger Tage krank geworden ist. Natürlich sind alle Wasserwerte bestens, er hat nur zwei neue Koi vor 12 Tagen hinzugesetzt, denen es jedoch bestens geht - sie sind die einzigen, die noch Futter aufnehmen. Sofort schlägt in meinem Kopf der KHV Alarm los: Die neuen Koi stammen von einem mir nicht bekannten Koihändler. Seine alten Koi sind schon seit über 10 Jahren mir gut bekannte Patienten, die jedoch noch nie schlimmere Erkrankungen als ein paar Parasiten nach dem Winter hatten. 

    Vor Ort sieht es wirklich dramatisch aus: Alle weißen Fische haben deutliche Hautrötungen, die anderen weiße schleimige Beläge. Einige Koi stehen mit leicht nach unten gesenktem Kopf praktisch teilnahmslos im Wasser und es ist deutlich zu erkennen, dass sie schneller atmen als es normal wäre. Nur die beiden neuen ziehen fröhlich ihre Kreise und suchen nach Futter. Natürlich überprüfe ich die Wasserwerte und hoffe insgeheim auf Ammoniak als Ursache für das Problem - aber sie sind wirklich ganz und gar unauffällig. Bei 18 (großen) Fischen in 90 000 Liter und angesichts der Tatsache, dass der Besitzer seit seiner Jugend auch ein leidenschaftlicher Aquarianer ist, ist das eigentlich auch nicht anders zu erwarten gewesen.

    Also fangen wir einen der am schlimmsten erkrankten Koi und untersuchen ihn. Auffällig sind die schleimigen, verwaschen rot aussehenden Kiemen und die roten entzündlichen Beläge im Bereich der Flossen und am Bauch. Beim Abstreichen geht eine große Menge weißer Schleim von der Haut ab. Im Mikroskop sind keinerlei Parasiten, nur jede Menge Entzündungszellen auf der Haut- und Kiemenschleimhaut zu erkennen. Eine bakterielle Problematik sicher, vielleicht auch KHV?

    Auf meine Nachfrage wird deutlich, dass die neuen Koi sehr wahrscheinlich kein KHV mitgebracht haben, der Händler machte einen seriösen Eindruck und hat einen mir bekannten Kollegen für die KHV Tests geholt. Die Untersuchungsergebnisse hängen im Laden aus. Klar wird jedoch auch, dass dies die ersten neuen Koi nach über 10 Jahren Abstinenz sind. Der alte Teich war für neue Koi einfach zu klein und die Entscheidung für einen Neubau fiel unter anderem, um den alten Koi endlich etwas mehr Raum zu schaffen und ihnen eine bessere Wasserqualität zu bieten.

    Es hat sich also so zugetragen, dass nach sehr langer Zeit der Koialtbestand mit neuen Bakterien konfrontiert war und das Immunsystem vermutlich nach langer Zeit wieder gefordert wurde. Natürlich kommen auch äußere Stressfaktoren hinzu: Während der Bauphase waren sie in einem kleinen Becken ohne Fütterung untergebracht und neue Koi bedeuten auch Sozialstress. Zudem ist in diesem Sommer die Wassertemperatur praktisch ständig unter der optimalen Temperatur für ein gut laufendes Immunsystem: Bei nur 18 °C kann man nicht so viel erwarten wie bei 24°C.

    Zur Behandlung empfehle ich, den Teich auf 0,3% aufzusalzen und die Wassertemperatur auf 22 °C zu erhöhen. Wenn es nicht besser wird, kann man auch an eine Behandlung mit Chloramin T denken, dies jedoch nur unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen und nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Schon nach fünf Tagen bekomme ich die Nachricht, dass die Koi auf dem Weg der Besserung sind und langsam wieder Interesse an Futter zeigen.

    Die Schlussfolgerungen aus diesem Fall sind, dass man immer dann, wenn die Koi nicht über ein trainiertes Immunsystem verfügen, also viele Jahre unter sich gehalten wurden, unbedingt eine Quarantänezeit von 14 Tagen bis drei Wochen einplanen sollte. Wenn man den Altbestand langsam mit den neuen Bakterien bekannt machen kann, z.B. durch eine Vermischung des Wassers im Quarantänebecken mit dem Teichwasser, verläuft die Infektion langsamer und das Immunsystem hat Gelegenheit, anzuspringen. Natürlich ist immer wieder die Wassertemperatur entscheidend für den Verlauf der Erkrankung oder für einen wirksamen Schutz gegenüber neuen Bakterien und Parasiten. Wohl dem Teichbesitzer, der eine Heizung besitzt!

    2 Kommentare zu dieser News

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    • das ist ja fast...

      Das ist ja fast wie mit den Kindern zu vergleichen....bitte was? Ja richtig, wenn Kinder imemr steril gehalten werden, nicht viel in Kontakt mit anderen Kindern kommen, werden sie schnell krank bei Kontakt mit anderen Kindern.

      Dieses ist auch ein Kindergartensyndrom...

    • administrator
      Wenn der alte Teich zu klein geworden ist.... kennt jemand dieses auch ?

      Hallo, danke für diesen bericht. Ich habe seit 5 Monaten 5 neue koi die ich eingestzt habe. Ich habe auch schon alles versucht. leider konnte mir niemand helfen bisher. Ich denke darüber nach ob dies auch bei mir der FALL SEIN KÖNNTE . Da ich schon einen schönen HiUtsuri verlor und mein Shusui seit 6 Wochen nicht mehr frisst: Nun frage ich mich , ob das auch mein Problem ist und war , weil ich die neuen Koi trotz 4 Wochen Quarantäne , einfach ins Teichbecken einsetzte, ohne wasser und bakkis anzupassen. .

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